Kunst und Dialog mitten im Stadtteil
Kreuzkirche Marl-Sinsen wird Teil der internationalen Biennale Manifesta Rhein-Ruhr 16
Die Manifesta Rhein-Ruhr 16 verbindet internationale Kunst mit gesellschaftlichen Fragen und neuen Formen der Begegnung. Genau hier setzt auch das Programm der Kreuzkirche an: Menschen aus Marl-Sinsen sollen zusammenkommen, Perspektiven teilen und Demokratie im Alltag erlebbar machen. Unter dem Leitgedanken von Teilhabe, Vielfalt und Mitgestaltung entsteht derzeit gemeinsam mit engagierten Akteurinnen und Akteuren aus Marl-Sinsen – darunter Sinsen lebt, Sinsener Art, die Sinsener Runde sowie zahlreiche Kulturschaffende und Ehrenamtliche – ein vielseitiges Programm für den Stadtteil. Die Kreuzkirche versteht sich dabei nicht nur als Veranstaltungsort, sondern als offener Raum für Begegnung, Kreativität und gesellschaftlichen Austausch.
„Die Teilnahme an der Manifesta Rhein-Ruhr 16 ist für uns eine große Chance, die Kreuzkirche als offenen Ort mitten im Stadtteil sichtbar zu machen“, sagt Felix Groß, Fachbereichsleiter Beratungsdienste und Sozialraum beim AWO Unterbezirk. „Wir möchten Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben oder Lebenssituation willkommen heißen und Räume schaffen, in denen Austausch und gemeinschaftliches Erleben möglich werden.“
Mit der Teilnahme an der Manifesta Rhein-Ruhr 16 möchte die Kreuzkirche zeigen, wie Begegnungszentren als offene Orte für Kunst, Begegnung und gesellschaftlichen Dialog wirken können – mitten im Stadtteil und nah an den Menschen.
Geplante Programmpunkte
Stimmen der Nachbarschaft – Eine hör- und sichtbare Installation
15. bis 29. August 2026
Das Projekt sammelt persönliche Geschichten aus Marl-Sinsen rund um die Frage: „Was bedeutet Demokratie für mich?“ Aus Interviews, Gesprächen und Porträtfotografien entsteht eine begehbare Multimedia-Installation in der Kreuzkirche. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, zuzuhören, innezuhalten und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.
Stadtteil-Tour der Demokratie
19. September 2026
Eine geführte Fahrradtour durch Marl-Sinsen macht Orte demokratischer Teilhabe sichtbar. Historische und aktuelle Stationen regen dazu an, über Mitbestimmung, gesellschaftliches Zusammenleben und Ausschlüsse im Alltag nachzudenken.
Workshop-Reihe „Demokratie selber machen“
20. Juli bis 1. September 2026
In kreativen Workshops setzen sich Menschen aller Altersgruppen mit Themen wie Diversität, Protestkultur, Medienkritik und Mitbestimmung auseinander. Dabei entstehen unter anderem Plakate, Podcasts, Videos und digitale Collagen.
Performance-Reihe „Kirche als Bühne der Demokratie“
ab 18. Juni 2026
Mit Theater, Poetry Slam und Diskussionsformaten wird die Kreuzkirche zum lebendigen Forum gesellschaftlicher Debatten. Geplant sind unter anderem Aufführungen des Theaterstücks „Was heißt hier ‚wir‘?“, Poetry-Slam-Abende sowie die „Marler Gespräche“ mit Gästen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.
Veranstaltungsort:
Kreuzkirche Marl
Ansprechperson: Katrin Rosenberger
Goldregenstraße 17
45770 Marl
Telefon: 01520 9101499