Grundschule am Wilhelmsplatz Herten

Einrichtungsleitung:

Susanne Lappeßen

Lappeßen, Susanne

Am Wilhelmsplatz 4
45699 Herten

 

Tel.: 0 23 66/30 38 73

E-Mail: ogs.wilhelmsplatz@awo-msl-re.de

 

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Suche

Suche
.

Grundschule am Wilhelmsplatz Herten

Einleitung
Die vorliegenden Seiten befassen sich mit dem Konzept der Offenen Ganztagsschule (im Folgenden als OGS bezeichnet) in der Schule am Wilhelmsplatz. Besonderer Schwerpunkt innerhalb dieser Konzeption bilden die Grundsätze und päda­gogischen Schwerpunkte unserer ­Arbeit.
Es versteht sich von selbst, dass vor­liegendes Konzept Wandlungen ­unterworfen ist. Es kann nur vom ­jetzigen Standpunkt aus geschrieben werden und ist offen für Verände­rungen und Neuerungen.
Kapitel 1 gibt einen kurzen Überblick über Entwicklung und Rahmenbe­dingungen. Kapitel 2 und 3 stellen die Grund­sätze unserer Arbeit und die jeweiligen pädagogischen Schwerpunkte dar. Kapitel 4 erläutert die Zusammen­arbeit sowohl innerhalb des Teams, als auch mit Lehrern und Eltern und ­bildet den Schluss. Dieser Thematik ist ein eigenes Kapitel zugedacht worden, da sie als sehr wichtig und ­bedeutungsvoll für die Arbeit im ­Rahmen der OGS angesehen wird.
1. Entwicklung und Rahmenbedingungen
 

1.1 Entwicklung der OGS und Trägerschaft
Die Gründung der OGS erfolgte am 1.8.2003. In dieser Gründungsphase beinhaltete die OGS die „Schule von acht bis eins“ (Halbtagsbetreuung) und die Ganztagsbetreuung von 14 Kindern. Seit dem 1.9.2010 ­besuchen bis zu 75 Kinder die Offene Ganztagsschule. Stadt, AWO und die Grundschule sorgen für Förder- ­Betreuungs- und Freizeitangebote ­sowie für die Organisation und für das Personal.

1.2 Gruppenstärke und Personal

Die OGS besteht derzeit aus 75 Kindern der 1. bis 4. Klasse.

Personal: Einrichtungsleitung, pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte, Honorarkräfte, Krankheitsvertretung

1.3 Öffnungszeiten

Die Kinder können die Ganztagsschule nach Absprache auch früher verlassen. Es gibt zwei feste Zeitpunkte, zu denen die Kinder abgeholt bzw. nach Hause gehen können: 15.00 Uhr oder 16.00 Uhr. Diese festen Zeitpunkte ermöglichen den Fachkräften eine bessere Planung der Aktivitäten und der Freizeitgestaltung.

1.4 Räumlichkeiten

Der Offenen Ganztagsschule steht seit dem Sommer 2005 ein eigener Pavillon gegenüber der Schule zur Verfügung.
Dieser verfügt über einen geräumigen Küchen-/Essbereich, in dem u.a. hauswirtschaftliche Tätigkeiten mit den Kindern durchgeführt werden, einen Mehrzweckraum, einen Raum für die Hausaufgaben, einen Bewegungsraum mit Kicker und ein Büro. Letzteres wird auch für Elterngespräche genutzt. Ferner­ stehen für die Hausaufgaben und andere Aktivitäten die Klassen­räume und die Turnhalle zur Ver­fügung. Durch das Verlassen der Schule ­können wir feststellen, dass die Kinder die neuen Räume als ihr ­„zweites Zuhause“ ansehen. Durch die derzeitige Gestaltung unseres Außengeländes schaffen wir zusätzlichen Raum zur Muße, Entspannung und Rückzug für die Kinder.

1.5 Mittagessen

Die OGS bietet jedem Kind die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit gegen ein Entgelt von 2,50 Euro einzu­nehmen. Es stehen jeden Tag zwei Gerichte zur Verfügung zwischen denen die Kinder im Vorfeld wählen können. Das Essen wird vom Partyhaus Herten Westerholt geliefert und bietet ein  reichhaltiges Sortiment an gesundem Essen. ­Während der Essenszeit ist jeweils eine Fachkraft und die Küchenfachkraft mit anwesend. Dies ermöglicht ­neben ­einem reibungslosen Ablauf ebenso das Vertrautmachen mit bestimmten Tischregeln.

1.6 Elternbeiträge

Der Kostenanteil der Eltern wird nach dem jeweiligen Bruttojahreseinkommen errechnet. Geschwisterkinder werden kostenlos aufgenommen.
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Recklinghausen schließt vor Eintritt in die OGS einen Aufnahmevertrag mit den Erziehungsberechtigten ab, der für die Dauer eines Schuljahres ­bindend ist.

1.7 Ferienzeiten und Brückentage

Innerhalb der Ferien bieten die Teams der OGSs in Herten ein gemeinsames Ferienprogramm in einer Schule an, so dass auch die Ferien mit Projektarbeiten abgedeckt sind.
In den ersten zwei Wochen der Sommerferien schließen wir uns dem ­städtischen Ferienspaß an. Eine Schließung erfolgt in der dritten ­Sommerferienwoche, sowie zwischen Weihnachten und Neujahr.
Auch die Brückentage werden gemeinsam mit den anderen OGSs an einem Standort abgedeckt.
2. Grundsätze unserer Arbeit

  • Schwerpunkt unserer Arbeit ist der ­Sozialisierungsprozess, aufgrund dessen sich unsere Arbeit gruppenübergreifend gestaltet. Durch die Altersmischung ist der Umgang der älteren Kinder mit den jüngeren alltäglich, wobei die ­Herausbildung sozialer Verantwortung nachdrücklich gefördert wird. Die Kinder erfahren „Gemeinsam sind wir stark“.
  • Sie werden dahingehend unterstützt, sich in einer altersgemischten Gruppe zu integrieren und soziale Verhaltensweisen zu erlernen. Darüber hinaus können die Kinder ihre Entwicklungsphasen in einem konstanten Umfeld durchlaufen ohne nach dem 1. Schuljahr die Gruppe wechseln zu müssen.
  • Der grundlegenden Fähigkeit von Kindern zum selbstbestimmten und mitbestimmten Handeln räumen wir einen hohen Stellenwert ein. Die Kinder werden mit ihren jeweiligen Bedürfnissen ernst genommen und können so ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln (siehe OGS-Konferenz unter 3.4 Besonder­heiten). Darüber hinaus lernen sie Selbstbewusstsein und Selbständigkeit, erkennen ihre Stärken und Schwächen.
  • Die Vermittlung von Normen und ­Werten ist uns ein wichtiges Anliegen. Kinder sollen darin gefördert werden, zu erkennen, was hilfreich im täglichen Miteinander ist und was schadet. Dies beinhaltet z.B. die Vermittlung von ­Höf­lichkeiten, wie gegenseitiges be­grüßen, entschuldigen bei Fehlverhalten, Ehrlichkeit und Respekt gegenüber Autoritätspersonen.
  • Die Fachkräfte gestalten den Gruppenalltag mit überschaubaren und ­verläßlichen Regeln. Sie begreifen sich als Vorbild kindlicher Identifikation und praktizieren eine Form des Zusammenlebens, die frei von Konkurrenzkampf ist und einer kritischen Reflexion unterliegt.
  • Die pädagogischen Mitarbeiter ver­stehen sich als Interessenvertreterinnen der Kinder. Die Kinder werden ungeachtet ihres Entwicklungsstandes, ­ihrer Herkunft, Nationalität oder ­Religion wertgeschätzt und akzeptiert.
  • Eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig, denn nur so kann die Erziehung in der ­Familie sinnvoll unterstützt und auf eventuelle ­Problemlagen hingewiesen werden.

3. Pädagogische Schwerpunkte

3.1 Grundlegende Prinzipien der Freitzeitgestaltung in der OGS
Die Art der Freizeitgestaltung sollte weitgehend von den Kindern selbst bestimmt werden.
Aufgabe der Fachkraft ist es, die Kinder anzuregen und bei der Realisierung ihrer Ideen durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen zu unterstützen. Des Weiteren sollte sich die OGS im Rahmen der Freizeitgestaltung sowohl nach innen als auch nach außen öffnen (z.B. durch Projekte mit anderen Schulen, Jugendzentren, Kreativwerkstatt etc.).
Die Kinder sollen:

  • ihre Freizeit aktiv und selbständig gestalten
  • sich kritisch mit kommerziellen Freizeitangeboten auseinander setzen
  • ihre Umwelt selbständig entdecken
  • neue Fähigkeiten an sich entdecken
  • Selbstvertrauen erwerben
  • Freundschaften schließen und aufrechterhalten
  • kooperative Fähigkeiten entwickeln
  • lernen, schöpferisch tätig zu sein
  • sich entspannen können
  • soziale Anerkennung und Zuwendung geben und nehmen
  • erkennen, ob ihr Freizeitverhalten ihren Bedürfnissen entspricht (z.B. durch die Wahl in angebotene AGs)

3.2 Die Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Die Kinder haben die Möglichkeit an wechselnden AGs teilzunehmen. ­Diese bestehen derzeit aus verschiedenen sportlichen Angeboten, sowie einer Theater-AG, einer Hauswirtschafts- und einer Kunst-AG. Durch die große Bandbreite der statt­findenden AGs haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Vorlieben und Interessen zu erkennen und weiterzu­entwickeln. Jedes Kind hat die Möglichkeit zwei Mal in ein Angebot „hineinzu­schnuppern“, bevor es die Entscheidung zur Teilnahme an einer AG fällen muss.

3.3 Hausaufgaben

Die Erledigung der Hausaufgaben hat absolute Priorität. Kinder erledigen ihre Hausaufgaben in festen Gruppen mit maximal 10 Kindern.

Diese Zeit wird von eigenem Fachpersonal und von Lehrkräften der Schule begleitet.
Die Hausaufgabenhilfe stellt keinen Nachhilfeersatz dar, die Kinder werden vielmehr hin zum selbständigen Arbeiten geführt.

3.4 Besonderheiten

Jeden Freitag findet für eine Stunde eine Art Konferenz statt, in der sich die Kinder und die Mitarbeiter zusammensetzen und über die vergangene Woche reflektieren. Innerhalb dieser Konferenz werden neue Regeln diskutiert und über Wünsche, was Aktionen oder AGs anbelangt, gesprochen. Darüber hinaus ist die Konferenz eine Art „Mecker- bzw. Kummerkasten“, in der die Kinder sagen können, was ­ihnen momentan gefällt oder missfällt. Auch die Mitarbeiter haben hier die Möglichkeit Lob und Unmut über gewisse Verhaltensformen oder Abläufe zu äußern.
Kinder, die positives zum Zusammenleben beigetragen haben, werden mit einem „Plus-Punkt“ belohnt. ­Kinder, die vermehrt durch destruktives Verhalten auffallen, bekommen einen „Minus-Punkt“. Bei drei „Plus-Punkten“ gibt es eine Belohung, bei drei ­„Minus-Punkten“ wird gemeinsam über eine Sanktion diskutiert. In diesem Rahmen hat es sich als sinnvoll ­erwiesen, Themen wie „Respekt“ oder „Streit“ ­aufzugreifen, mit den Kindern gemeinsam zu definieren und zu besprechen. Oftmals bietet sich hier den Kindern die Möglichkeit, über eigene Erfahrungen zu berichten und ihr ­eigenes Verhalten zu hinterfragen.
Die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe kreativ zur Entfaltung kommen zu lassen, ist uns wichtig. So gibt es ein Zimmer, das wechselnd nach bestimmten Ländern (z.B. Griechenland) gestaltet wird und in dem die Kinder ihren Vorstellungen freien Lauf lassen können. Dies fördert die Toleranz und das Wissen gegenüber fremden Kulturen und Gewohnheiten und lässt die Kinder über ihren „eigenen Tellerrand“ hinausblicken.
Jeder Geburtstag wird gefeiert und das Kind mit einem kleinen ­Geschenk und einem Liederwunsch beglückwünscht. Dadurch erfährt das Kind, dass es wichtig und wertgeschätzt ist.
4. Kommunikation und Zusammenarbeit

4.1 Zusammenarbeit im Team
Eine gute Zusammenarbeit im Team stellt für uns die Grundlage für ­effektives und zielgerichtetes Handeln dar.
Aus diesem Grund finden in regel­mäßigen Abständen Teamsitzungen statt, in denen außer organisato­rischen Angelegenheiten auch der Austausch über Kinder ein wichtiger Bestandteil ist. Gemeinsam werden Lösungsstrategien erarbeitet und Hand­lungsweisen reflektiert. Auch der Umgang der Mitarbeiter untereinander wird thematisiert, so dass immer wieder eine gemeinsame Basis für die Arbeit gefunden werden kann.

4.2 Zusammenarbeit mit Lehrern
Ein Informationsaustausch mit den Lehrern und eine gute Zusammenarbeit fördert die Effektivität der gegenseitigen Arbeit und ist deshalb von großer Bedeutung. Lehrer und pädagogische Fachkräfte führen zum Teil gemeinsam Elterngespräche und können somit über die Kinder und deren Umfeld reflektieren und miteinander nach Handlungsalternativen suchen. ­Regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung und die ­gelegentliche Teilnahme an Schulkonferenzen ­tragen des weiteren zu einem zielgerichteten und gut organisierten ­Arbeitsablauf bei. Im Zusammenhang mit dem „Bündnis für Erziehung“ ­haben Schule und Ganztagsschule eng zusammengearbeitet und gemeinsam Leitsätze entwickelt.

4.3 Zusammenarbeit mit Eltern
Nur durch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern kann die OGS die Erziehung in den Familien sinnvoll ­unterstützen und das Verhalten der Kinder verstehen und einordnen. Daher sind die Fachkräfte bemüht, in regelmäßigen Abständen Elterngespräche zu führen, in denen ­organisatorische Angelegenheiten besprochen werden, aber auch Kritik oder Lob an ­verschiedenen Punkten geäußert werden kann. Durch Freizeitaktivitäten, wie eine gemeinsame Weihnachts­feier o.ä., wird der Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften zusätzlich gefördert.

 



.